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Auf ein aufregendes Jahr 2022!

  • Autorenbild: Henne
    Henne
  • 10. Jan. 2022
  • 3 Min. Lesezeit

Frohes neues Jahr!!! Wir beginnen das neue Jahr mit einem ausführlichen Hotelfrühstück. Yeah, einmal nicht selber Frühstück machen und das Geschirr einfach stehen lassen. Silvester haben wir ganz unspektakulär in einem spießigen Hotel verbracht. Wir haben nett im Restaurant gegessen, mit David und Tini telefoniert und haben es gerade so geschafft bis Mitternacht wach zu bleiben.

Heute geht‘s weiter in die nördlichen Drakensberge ins Mahaicamp. Der Campingplatz hat eine tolle Lage und ist ein perfekter Ausgangspunkt für Wanderungen. Wir unternehmen eine lange Wanderung in eine Schlucht, über Wiesen und durch Urwald. In der Schlucht geht es von Stein zu Stein über einen Fluss. Von einem Aussichtspunkt können wir auf den höchsten oder zweithöchsten, da ist man sich wohl nicht einig, Wasserfall der Welt schauen - den Tugelafall.

Nach 9 Stunden auf den Beinen sind wir platt und verbringen den Abend in unserem Vorzelt. Wir haben es zum ersten Mal aufgebaut und feiern es richtig. Es ist richtig wohnlich, vor allem am Abend, wenn es dunkel ist und die Lichterkette Gemütlichkeit verbreitet.

Ein kleines Rehkitz hatte sich auch zwischendurch dort hinein verirrt.

Der nächste Tag ist Ruhetag. Wir testen unsere Backkünste und backen zum ersten Mal ein vorzügliches Brot in unserem Dutchoven. Zimtschnecken haben wir auch versucht, aber die sind mal wieder, zumindest die untere Hälfte, zu Briketts geworden. Während wir die oberen Hälften vernaschen, planen wir unsere bevorstehende Zelttour durch die Drakensberge.

Die Northern Traverse ist nach wie vor auf unserer Liste. Das Berghotel Witsieshoek scheint ein guter Startpunkt. Luftlinie ist es ca. 10 Kilometer entfernt. Mit dem Auto müssen wir allerdings einmal außen herum, was 2-3 Stunden dauert.

Dort angekommen packen wir voller Elan bei Kaiserwetter unsere großen Rucksacke. Zelt, Isomatte, Schlafsack,…. Der Wetterbericht war solala, aber wir wollen vorbereitet sein. Am nächsten Morgen hängt der Nebel überall. Die Vorhersage für den restlichen Tag ist auch bescheiden. Daher gehen wir heute nicht los. Eine Tageswanderung ist aber schon drin. Wieder ist der Tugelafall unser Ziel, diesmal wollen wir ihn von oben bestaunen. Start ist am sentinel car park. Dorthin gibt es einen Transfer mit einem schrottreifen Ford Ranger mit Allrad. Wir könnten auch mit Charly fahren, aber die Straße ist so verwaschen und steinig, da wären wir wahrscheinlich irgendwo aufgesetzt. Bei dem alten Ford ist das nicht mehr so schlimm. Und der Fahrer fährt die Piste mit Gelassenheit während wir durchgeschüttelt werden.

Auf dem Hinweg steigen wir über eine steile Schlucht auf das Plateau. Der Nebel hängt immernoch in den Bergen, die Aussicht ist daher bescheiden.

Über das Plateau gehen wir weiter zum Wasserfall. Zwischendurch hört man Paviane kreischen. Die gibt es irgendwie überall.

Wir setzen uns oben an den Tugelafluss, nur einen Meter von der Abbruchkante entfernt, von wo der höchste Wasserfall der Welt in die Tiefe stürzt. Da die Wolken aus dem Tal raufziehen, können wir das gewaltige Spektakel nur erahnen. Mark wagt sich an die Kante, um einen Blick hinunter zu werfen, während ich ihn an der Jacke festhalte. Vorsichtshalber.

Auf dem Rückweg beschäftigt Mark die Frage, ob der jetzt womöglich höchste Wasserfall wohl im Winter gefriert und man da eine Runde Eisklettern könnte.

Zurück nehmen wir die Kettenleitern. Da gehts schon ziemlich steil runter, naja Augen zu und durch…. So schlimm war’s gar nicht. Hätten wir aber vorher gewusst, dass die Leitern von 1931 sind, wären wir wahrscheinlich eher wieder die Schlucht hinuntergekraxelt.

Auf dem Rückweg machen wir noch einen kleinen Abstecher zu einem ausgewiesenen View Point. Wir blicken fast einen Kilometer hinab in ein tiefgrünes Tal, an dessen Ende sich das Amphitheater mit seinen senkrechten Wänden auf eine Höhe bis auf 3000m erhebt.

Eine perfekte Umgebung für einen Drohnenflug. Nachdem wir viele Fotos und Videos geschossen und die Aussicht genossen haben, machen wir uns auf den Rückweg.

Am Endpunkt werden wir wieder abgeholt. Schon auf den letzten Metern hatte der Himmel ein bisschen gegrummelt. Als wir auf halber Strecke Richtung Hotel sind, gibt es ein Gewitter, wie wir es noch nie erlebt haben. Wir sitzen natürlich nicht gemütlich im Auto, sondern hinten auf der Ladenfläche im Pickup. Glücklicherweise mit Dach. Da dieses nur mit Spanngurten befestigt ist, beten wir, dass es nicht wegfliegt.

Nass und voller Respekt vor der Natur, kommen wir wieder im Hotel an und gönnen uns erstmal eine heiße Schokolade.

Die nächsten zwei Tage checken wir ungefähr 10x täglich den Wetterbericht. Bisher keine wirkliche Besserung in Sicht. Zum Glück haben wir Wolfgang kennengelernt. Ein kleiner Welpe, den wir so getauft haben, weil die Hunderassenapp, die ich mir runtergeladen habe, besagt, dass in ihm ein Wolfhund steckt 🤓 Wolfgang begleitet uns überall hin und endlich werden wir mal die Hundesticks los, die wir gekauft hatten.

Langsam müssen wir eine Entscheidung fällen…

Wir gehen lieber auf Nummer sicher. Das ist uns zu heiß, bei der Wettervorhersage die Traverse zu gehen. Und erst diese Gewitter hier. Außerdem macht es bei Mistwetter ohne Aussicht auch keinen Spaß. Vielleicht kommen wir im April/Mai nochmal wieder. Dann adoptieren wir Wolfgang :)



 
 
 

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