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Es weihnachtet sehr!

  • Autorenbild: Henne
    Henne
  • 26. Dez. 2021
  • 3 Min. Lesezeit

Weihnachten wollen wir gerne in den Bergen verbringen. Das Wetter ist in der Umgebung der Drakensberge, laut Wetterbericht, sehr unbeständig und Gewitter sind keine Seltenheit. Daher buchen wir uns eine Hütte auf der Tranquility Farm in Winterton.

Wir haben einen Link mit der Wegbeschreibung bekommen. Ich google Tranquility Farm, gleiche mein Ergebnis kurz mit dem Standort aus dem Link ab und los gehts. Ein paar Stunden später erreichen wir eine Farm. Mmh, sieht irgendwie verlassen aus. Wir klicken erneut auf den Link aus der Wegbeschreibung. Es zeigt uns das Ziel 45 Minuten weit entfernt an. Um sicher zu gehen, schicke ich mir die Email mit der Wegbeschreibung an meine Emailadresse und klicke auch auf den Link. Gleiches Ergebnis. Das darf doch nicht wahr sein. Es ist schon 18 Uhr. Na gut, bis dorthin schaffen wir es auf jeden Fall noch im Tageslicht. Eine Minute vom Ziel entfernt fragen wir uns, wo zur Hölle hier eine Farm kommen soll, mitten auf der Landstraße. Wir kontaktieren unsere Vermieterin, die uns den genauen Standpunkt schickt. So eine Scheiße! Wir müssen alles wieder zurück. Das Ziel, das ich anfangs eingegeben hatte, war nur ein paar hundert Meter daneben. Und Google Maps hat uns hart verarscht. Jetzt ist es natürlich stockfinster, die Schlaglöcher, Menschen und Viehcher auf der Straße sieht man viel zu spät und die entgegenkommenden Autos haben entweder nur ein Licht oder blendendes Fernlicht an. „Jetzt kannste wieder Fernlicht anmachen“ sag ich hoffnungsvoll und merke nicht, dass es schon längst an ist. Wir nehmen uns vor, die Glühbirnen von Charly bei der nächsten Gelegenheit auszutauschen. Die Funzeln sind echt nicht geil! Jetzt wissen wir warum man nicht nachts fahren soll!

Nach einer Stunde stehen wir vor einem Tor, rufen die Vermieterin an, damit sie das Tor öffnet. Es tut sich leider gar nichts. Sind wir schon wieder falsch? Auf der Schotterstraße fahren wir noch 100 m weiter und endlich sehen wir das Schild: „Tranquility Farm“. Endlich!!! Was ein Stress!

Trotz 20 Grad und Sonnenschein, dürfen Kekse an Weihnachten nicht fehlen. „Teig für ein Blech reicht oder? Neee, mach für zwei Bleche!“

Na gut. Vier Stunden später haben wir alle Plätzchen ausgestochen und sitzen vor einem Berg voller Kekse😅 Keine Ahnung, wer die alle essen soll. Achja, und der Teig für die Zimtrolle ist noch im Kühlschrank.

Beim Backen leisten uns die zwei netten Hunde der Vermieter Gesellschaft. Ein Jack Russel Terrier und ein Golden Retriever. Anfangs sind sie etwas ungestüm und nerven ein bisschen. Aber sie beruhigen sich schnell und machen es sich bei uns gemütlich. In den Kleinen hab ich mich ein bisschen verliebt.

Als es dunkel wird, geht es auf unserer Terrasse richtig ab. Überall Fledermäuse. Da wir das Terrassenlicht angelassen haben, gibt es hier natürlich reichlich Futter. Damit die Hunde rein und raus können, lassen wir die Türen offen. Natürlich haben wir irgendwann eine oder auch mal mehrere Mäuse in unserer Hütte. Wie kriegen wir die wieder raus? Zum Glück sind die Biester so schlau, allein den Weg hinaus zu finden. Jetzt wissen wir auch, warum es in einer Ecke so fürchterlich nach Pipi riecht und die Waschbecken draußen auf der Terasse so vollgekackt sind. Die Mäuse wohnen in der Wandverkleidung des Hauses.

Für Heiligabend hab ich ein drei Gänge Menü geplant. Schon Beim Kochen fließt der Sekt und die Hunde dürfen ausnahmsweise aufs Sofa und auf den Schoß, ist ja schließlich Weihnachten :)

Wir telefonieren mit den Liebsten und haben ein bisschen Heimweh.

Aber mit Keksen, Glühwein, Rotkohl mit Semmelknödeln und 15 Grad und Regen, fühlt es sich fast an wie Weihnachten zu Hause 😅

Die nächsten Tage verbringen wir mit Essen, Reiseführer Lesen, ein bisschen Sport und wechseln die Glühbirnen an Charly. Nach einer langen Netflixpause gönnen wir uns die neuen Folgen von „Haus des Geldes“ in der Badewanne mit einem Becher Magnum Mandel 😍 Hoffentlich werden wir nicht wieder süchtig!

Das Gelände hier ist außerdem perfekt um das erste Mal die Drohne zu testen. Nach einem ausführlichen Tutorial, wagen wir den ersten Flug. Damit können wir richtig tolle Aufnahmen machen! Man darf gespannt sein.

Die Weihnachtstage vergehen viel zu schnell. Aber wir haben auch wieder Hummeln im Hintern und Lust weiter zu fahren. Der Sanipass wartet auf uns!


Der Abschied fällt schwer!



 
 
 

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