Auf dem Otter Trail
- Henne

- 27. Nov. 2021
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 13. Dez. 2021
Normalerweise muss man Tickets für den Otter Trail ein Jahr im Voraus kaufen, da es die schönste Mehrtageswanderung in Südafrika sein soll und täglich nur 12 Leute starten dürfen. Aber wir hatten Glück und zwei Plätze ergattert, die zuvor storniert wurden. Von Stellenbosch fahren wir mit einem Übernachtungsstop Richtung Nature's Valley. Hier am Endpunkt der Tour parken wir Charly im Nationalpark und lassen uns nach Storms River fahren.
Am Ausgangspunkt werden wir ausführlich gebrieft und müssen uns ein 90er Jahre Video anschauen, in dem unter anderem erklärt wird, dass man Wandersocken und Wanderschuhe für den Trail benötigt.
Aufgrund starker Regenfälle der letzten Tage können wir auf der ersten Etappe nicht wie geplant das Becken unterhalb eines Wasserfalls queren. Wir werden vom Ranger über eine Escaperoute in die Nähe des ersten Camps gefahren und laufen von dort Richtung Küste. Hier stehen zwei Hütten und drei große Zelte. Die Hütten sind für 6 Leute geeignet, aufgrund der Coronaregeln dürfen aber nur max. 3 Leute in der Hütte schlafen, daher gibt es noch die Zelte. Was uns sehr entgegen kommt, da wir auf eventuelle Schnarcher verzichten können. Zu unserer 12er Gruppe gehören zwei Südafrikaner, die den Trail schon öfter gegangen sind, eine 4er Jungsgruppe aus Johannesburg und vier Deutsche.
Wir laufen noch zum Wasserfall der eigentlich zu queren war, bevor wir unser Abendessen zubereiten. Der Wanderführer hatte vor der diebischen Ginsterkatze gewarnt, die auch schon am ersten Abend ihre Schnauze in die Fetakäsepackung der beiden Südafrikaner steckt. So hübsche Tierchen.
Der zweite Tag geht entspannt los. Wir laufen in den Bergen an der Küste entlang und durch Wälder. Wir wissen, dass wir auf dem gesamten Trail insgesamt 5 Flüsse durchqueren müssen. Die erste Durchquerung ist heute. Laut Wanderführer die leichteste… mmh oder auch nicht…Aufgrund des Regens hat sich der kleine Fluss zu einem Wildwasserfluss verwandelt. Die Joburg-Jungs sind vor uns am Fluss angekommen und basteln eine Konstruktion, mit der wir die Rucksäcke trocken ans andere Ufer befördern. Wir kommen nicht ganz so trocken rüber. Durchnässt und mit ein paar blauen Flecken mehr, wandern wir weiter bis zum zweiten Camp.
Am Abend trifft man sich bei den Hütten und sitzt gemeinsam am Lagerfeuer.
Die Wege werden von Tag zu Tag spektakulärer. Und die Flussdurchquerungen zum Glück entspannter. Zwischendurch laden einsame Strände und Badegumpen mit Meerblick zum Entspannen ein.
Otter haben wir auf dem ganzen Trail leider nicht gesehen. Dafür einige Baboons, die glücklicherweise etwas scheuer waren als die am Kap, reichlich Robben und Delfine, viele exotische Vögel, die hübschen Ginsterkatzen und… eine Puffotter, die wir im letzten Moment mitten auf dem Pfad entdeckt haben. Noch einmal Glück gehabt.
Die Wanderung endet in Nature`s Valley. Hier bekommen wir unsere Urkunden und gönnen uns nach 4 Mal Pasta eine fette Pizza :-)









































































































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